Heute geht es am Rande der Alpen geradewegs nach Westen. Beim Fahren also links die Berge, rechts die Wiesen und von vorne der Wind. Der bläst leider den ganzen Tag recht stark, was die Tour zusätzlich zu den Höhenmetern noch sportlicher macht.

Aber das Wetter ist ansonsten super heute. Im wesentlichen sonnig, mal ein kleines Schattenwölkchen gegen den drohenden Sonnenbrand und angenehme 22 Grad. So radeln wir dahin.
Was bei uns die ausgediente Telefonzelle ist, ist hier die Berggondel: beides lässt sich als öffentlicher Bücherschrank nutzen.


Unterwegs überqueren wir auch wieder mal den Inn, der sich ja vor Tagen von uns verabschiedet hatte, um sich durch flachere Gefilde zu bewegen. Mir war ja da schon aufgefallen, dass der Inn eher gemächlich dahinfließt, der alte Faulpelz. Apropos Faulpelz. Lieber Michael, wir sind nicht den Inn hoch Richtung Kufstein, man schafft einfach nicht jedes Tal.

Den Schliersee und den Tegernsee lassen wir links liegen, es wird auch so schon recht hügelig und die Höhenmeter summieren sich, mitunter auch mit zweistelligen Steigungsprozenten.
Aus der Rubrik „Schilder zum Lesen lernen“ hier noch ein schönes Exemplar.

Mittagspause machen wir am Nordende des Tegernsees, der ein viel freundlicheres Bild abliefert als gestern der Chiemsee.

Danach geht es noch wellig durch schöne bayerische Landschaften (sagt man ja als Rheinländer nicht gerne, aber ist schon schön hier). Meist auf wenig befahrenen Straßen oder Wirtschaftswegen mit guter Oberfläche. Rollt aber auch da heute nicht wirklich, wegen Wind.

Bei Bad Tölz biegen wir in den Isarwinkel ab. Manchmal muss man sich ja doch der Grenze nähern.


Nachricht vom Kölner Faulpelz an meine aktuell liebsten bayrischen Faulpelze: In Bayrischzell (gefühlt Oberbayrisch-Weltende) hätte man stimmungsmäßig prima faulpelzen können