Heute gab es noch eine recht kurze Strecke nach Kiel zu fahren. Von dort wollte ich dann mit dem Zug wieder nach Köln zurück. Der Tag startete gut mit einem herrlichen Sonnenaufgang über der Ostsee.

Von Eckernförde aus ging’s dann über schöne Strecken los, es fühlte sich beinahe an wie Zuhause.

Auch die Reetdächer verschwanden langsam. Kurz vor Kiel traf ich wieder auf den Nord-Ostseekanal. Der sieht hier nicht anders aus als auf der Nordseeseite.

Dann erreichte ich Kiel und auch heute möchte ich meine Meinung zur Stadt nicht ändern. Kiel hat einen internationalen Hafen, liegt am Meer, hat eine Universität, ist Landeshauptstadt – es könnte doch eigentlich schön sein hier. Am Wasser etwas außerhalb lässt es sich auch noch gut an.

Aber auf dem nächsten Bild wird der Missstand deutlich. Die Stadt ist durchzogen von mehrspurigen Straßen und in der Innenstadt ist der Zugang zum Wasser durch große Reedereien und andere Hafenaktivitäten kaum möglich. Der Rest ist 70er-Jahre-Bau.

Es gab keinen Grund, noch länger hier zu bleiben. Aber Wegkommen war auch nicht leicht. Meine ursprünglich gebuchte Verbindung war mir schon per Mail abgesagt worden (Zug fährt nicht). Mit dem Fahrrad darf man allerdings in Fernzügen nur fahren, wenn man entsprechend reserviert hat.
Also habe ich beim Serviceschalter der Bahn umgebucht, es gab noch eine Superalternative, eine Direktverbindung nach Köln. Doch kaum sitze ich im Zug, habe das Rad verstaut und es mir gemütlich gemacht, da kommt die Durchsage, dass die Strecke Kiel – Hamburg wegen Personenschadens für unbestimmt Zeit gesperrt ist und der gerade von mir gebuchte Zug komplett ausfällt. Man möge doch bitte erst mal nach Lübeck fahren und von da nach Hamburg. Und jetzt sitze ich im RegionalExpress auf dem Weg nach Lübeck und hoffe, dass ich noch irgendwie eine Verbindung und eine Reservierung für mein Rädchen nach Köln bekomme.
(Update: Ich sitze jetzt nach Umsteigen in Lübeck und Hamburg tatsächlich in einem Zug nach Köln, mit Fahrrad!)
So, das war’s für dieses Mal. Nach etwa 600 km endet die Etappe 2 in Kiel.
Das Fazit: Ich habe viel gesehen Einen Radurlaub an der Nordsee in Schleswig Holstein würde ich trotzdem nicht unbedingt empfehlen. Die Nordseeinseln sind schön, aber zu klein fürs Rad. Das Festland bietet zu wenig an. Und auch auch wenn ich großes Glück mit Regen hatte, der Wind geht einem irgendwann auf die Nerven.
Die Ostsee verspricht etwas mehr, mal sehen wie es da so weiter geht. Voraussichtlich dann im Sommer 2023. Bis dahin danke fürs virtuelle Mitfahren.


Der heutige Tag scheint ein wenig auf die Laune geschlagen zu haben, was sich dann auch im Fazit widerspiegelt. Insgesamt wars doch recht nett. Und vielleicht kam das Fazit auch zu früh, und es passiert noch was ganz außergewöhnlich Tolles auf der Heimfahrt. (Ist aber reine Spekulation).
Ich bin nächstes Mal jedenfalls wieder (auf der Couch) mit dabei.
Udo,
bis zum nächsten Sommer bist Du sicher wieder obenauf…
LG Ado
Lieber Ado, ich habe mich über all Deine Beiträge gefreut. Auf wiederlesen im nächsten Jahr. LG Udo
Udo,
vielleicht sieht man sich auf einem vorweihnachtlichen Event, wenn auch Ehemalige eingeladen werden (können)…
LG Ado
lieber Udo
Danke für deinen Tourbericht und auch wenn nicht alles optimal gelaufen ist war’s zum mitlesen sehr interessant
der Heutige Ärger mit der Bahn hätte auch nicht sein müssen , doch du hast die Heimreise trotz aller Widrigkeiten geschafft
hast in mir auch auf zukünftigen Touren eine virtuelle Mitfahrerin.
LG Renate
Liebe Renate,
Schön, dass Du meine ganze Tour verfolgt hast. Damit hätte ich nicht gerechnet. Wenn es Dir gefallen hat, dann bis zum nächsten Jahr und viele liebe Grüße auch von Martina.
Und irgendwann führt die Tour ja auch in den Süden, vielleicht auch nach Altenstadt?
LG Udo
Lieber Udo,
wieder mal eine sehr schöne Beschreibung Deiner Reise, auch mit ein bisschen Frust.
Es ist schön, das vom Schreibtisch aus zu verfolgen.
Ich war schon an vielen Deiner beschriebenen Orte, muss gestehen, aber immer nur mit dem Auto. Und dann ist der Wind eigentlich sehr schön.
Ich bin gespannt auf Deine nächste Etappe nächstes Jahr.
Apropos Auto. Ich habe auf Amrum eine Szene beobachtet, wie zwei Fahrzeugbenutzer darüber verzweifelten, wie man denn Strom aus dieser Ladesäule bekommt. Sie haben dann Ihre Kabel und Anschlüsse verglichen und ich bin dann weiter. Vielleicht stehen Sie immer noch dort. Sehen wir uns nächste Woche in Live? LG Udo
Lieber Udo,
wieder mal ein schöner und sehr unterhaltsamer Reisebericht. 🙂
Freue mich schon auf die Fortsetzung!
Lieben Gruß
Daniel