19.07. Der Watzmann ruft

In Salzburg fangen an diesem Wochenende die Festspiele an. Für uns wäre es besser, sie täten das nicht. Es ist fürchterlich voll hier und überall ist was abgesperrt. Und weil das Wetter heute schön werden soll, hauen wir einfach ab aus der Stadt und besuchen eine andere Massenveranstaltung. Davon später mehr.

Wir verlassen Salzburg nach Süden und fahren sehr schön am Almkanal vorbei, ein schmales Fließgewässer mit klargrünem Wasser. Wie wir bei der Rückfahrt am Nachmittag sehen, scheint es wohl das größte Freibad der Welt zu sein. Auf einer Strecke von mehreren Kilometern liegt Handtuch an Handtuch. Und alles für Ümme.

Almkanal – hier ohne Grünstreifen

Kurz hinter Salzburg passieren wir auf einer Landstraße mal wieder die Grenze nach Deutschland und sehen vier Bundespolizisten in der Sonne stehen. Überstunden dank Dobrindt. Beim Rückweg am Nachmittag sind die Beamten verschwunden, wahrscheinlich kommen Asylsuchende nur am Vormittag. Lieber Alex, Du bist so eine Wurst.

Bis Berchtesgaden folgen wir dann im wesentlichen der Landstraße, werden aber oft auf schöne Wege abgeleitet.

Berchtesgaden ist ja irgendwie ein Ort, von dem man schon mal gehört hat, wohl weil die Gegend hier Berchtesgadener Land heißt. Das Berchtesgadener Land ragt wie ein Zapfen nach Österreich rein und bietet zwei absolute Topstars der deutschen Geographie, den Watzmann und den Königssee. Berchtesgaden hingegen ist nur ein Ort, nichts besonderes.

Trotzdem ein Foto – der Marktpaltz

Von Berchtesgaden zum Königssee führt der Weg abseits der Landstraße auf zwar nicht geteerten, aber gut befahrbaren Belag mit mäßiger Steigung idyllisch an der Königsseer Ache entlang

Wir erreichen den Königssee und wie zu erwarten war – es ist Samstag, Sommerferien und tolles Wetter – ist es hier fast so voll wie in Salzburg.

Trotzdem buchen wir natürlich ein Ticket für die Fahrt nach St. Bartholomä. Die Wallfahrtskirche ist auf dem Landweg nicht zu erreichen, auch nicht über Wanderwege und wo man demzufolge eigentlich Ruhe und Einsamkeit erwartet, herrscht wegen der Postkartenidylle Hochbetrieb. Schön ist aber schon.

Für die Rückfahrt müssen wir wieder anstehen und warten, es gibt Drängelzonen wie im Phantasialand, nur die „Ab hier noch 20 Minuten“- Schilder fehlen.

Und der Watzmann? Thront massiv über dem See. Beachtlich.

Zurück fährt es sich deutlich entspannter. Auf fast dem gleichen Weg unterstützen uns die 200 Höhenmeter Differenz zwischen Salzburg und dem Königssee merklich.

57,8 km – 330 hm

4 Kommentare

  1. Schöne Aussichten!
    Wenn Ihr durch Tirol fahrt, haltet mal nach Claudia und Klaus Ausschau, die machen da grad Urlaub (goldener Volvo mit OB-Kennzeichen sollte auffallen) 🙂

  2. Sehr schöne Tour ihr Zwei,
    ich musste mehrfach lachen, weil mir einiges sehr bekannt vorkam.

    Viel Spaß weiterhin.

    Liebe Grüße.

  3. Ich stand seinerzeit mit Gepäck aufm Rad am Königssee (gestartet in Bad Reichenhall) und bin nicht Boot gefahren. Kurz dahinter bin ich an der Wiembachklamm beinahe mal in den Nationalpark reingeradelt, ging aber auch so gut bergauf und ich bin später auf österreichischer Seite aussen um den nationalpark („Steinernes Meer“ bei den Ösis) rumgefahren bis St. Martin am Lofer. Schönes radeln Michael

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