Ich verlasse Gailingen am Morgen bei bescheidenen Temperaturen, natürlich nicht ohne das versprochene Foto von der Holzbrücke:

Ich habe gestern vom Nordrheinischen Grenzkuddelmuddel gesprochen und so kommt es, dass ich heute die deutsch-schweizerische Grenze achtmal überquere (keine Bange, Dobrindt, die Schweiz passt noch besser auf als Du). Das erste Mal nur für ein kurzes Stück, allerdings mit einem Wellness-Tempel der feinsten Art. Wer möchte nicht mal gern sanft am Po gekrault werden?

Kurz darauf gelangt man wieder nach Deutschland und zwar in die einzige deutsche Exklave, nach Büsingen. Um dem Kuddelmuddel hier die Krone aufzusetzen, möchte ich noch hinzufügen, dass Büsingen von 1465 bis 1805 zu Österreich gehörte und die Ösis, die auch sonst keinen guten Einfluss auf die deutsche Geschichte hatten, somit schuld sind am Grenzschlamassel.
Was natürlich nicht fehlen darf bei einer Reise durch Deutschland, ist, obwohl in der Schweiz gelegen, eine der beeindruckendsten Stellen quasi Kölns, der Rheinfall von Schaffhausen.

Was gibt es noch zu berichten:
Hier am Oberrhein wird auf beiden Seiten reichlich Wein angebaut. Gerne hätte ich auch bei schönem Wetter mal eine kleine Pause eingelegt, aber weder gab es schönes Wetter, noch offene Gelegenheiten.

Da ich auch ein paar Mal den Rhein überquert habe, möchte ich noch erwähnen, dass die Schweizerseite heute auf dem Abschnitt schöner war, die Städte Eglisau und Zurzach machen einen netten Eindruck, allerdings gibt es Abstriche für das Kernkraftwerk Leibstadt.

Die Straßen und Wege entlang des Rheins lassen nicht auf Hochwasserprobleme schließen. Als ich Einheimische danach frage, erklärt man mir den Grund dafür: Diverse Staustufen in Verbindung mit Wasserkraftwerken, die hier sowohl auf schweizer Seite, als auch auf deutscher betrieben werden.

Eine weitere schöne Holzbrücke findet sich in Rheinau.


Fehlt noch der Wetterbericht des Tages. Trocken bis Mittag, dann fing es an zu regnen und die letzten 40 Kilometer verbuche ich als Persönlichkeitsbildung: Regen, Gegenwind, 5 Grad und schön gelegene, aber oberflächentechnisch verbesserungsfähige Wege.

Da macht auch Pause keinen Sinn, da muss man durch. Ich erreiche also Laufenburg schon kurz nach drei.

Laufenburg ist ganz hübsch, aber leider ist montags fast überall Ruhetag.



Wenn man mal vom Wetter absieht, definitiv eine der schönsten und abwechslungsreichsten Touren meiner Reise.


Stark gekämpft und tolle Bilder von den Holzbrücken!
Schöne Bilder … das mit den Holzbrücken ist interessant. Gute Fahrt!