17.04. Rund um den Jadebusen

Natürlich kann man gar nicht einmal rund um den Jadebusen fahren, aber das hört sich so schön nach echtem Radfahren an.

Also, heute startete ich meine letzte Tour der ersten Etappe mit Ziel Bremerhaven. Ich hatte ungünstig geplant und eine lange Tour vor mir mit einer Fährverbindung und einem Zugticket mit Zugbindung. Das machte es etwas unentspannt.

Los ging es in Aurich und zunächst am Ems-Jade-Kanal entlang. Und auch am heutigen Ostersonntag machten viele der Anwohner mir merkwürdig erscheinende Dinge – sie verbrannten einfach ihre offensichtlich noch recht feuchten Gartenabfälle. Überall qualmte es fürchterlich – ich hoffe, die hoch aufgetürmten Osterfeuerhaufen waren sorgfältiger ausgewählt.

Abschnittsweise sehr schöner Radweg am Ems-Jade-Kanal

Weiter ging es über Felder und durch Dörfer bis an den Südzipfel des Jadebusens bei Varel. Hier fährt man auf der Landseite des Deichs, so dass man recht wenig vom Meer mitbekommt. Hätte ich aber auch nicht auf der anderen Seite, das Meer hatte gerade keine Lust.

Mündung der Jade bei Niedrigwasser

Dann noch einmal quer durch die Halbinsel Butjadingen zur Weserfähre. Für die Nordseebäder hatte ich leider keine Zeit, hier im Landesinneren machte die Halbinsel einen ruhigen Eindruck mit gut geeigneten Radwegen. Gefahren drohen von anderer Seite und wo ist eigentlich der Steffen, wenn man ihn mal braucht?

In Nordenham (keine weitere Beschreibung, Kategorie Castrop Rauxel) dann mit der Fähre rüber nach Bremerhaven. Hier war ich überrascht. Ich hatte eine schnöde Industriestadt erwartet, aber zentrumsnah am Wasser hatte sich Bremerhaven ganz schön rausgeputzt.

Wenn ich hier bei der nächsten Etappe starte, werde ich mir etwas Zeit nehmen. Nach 107 km stieg ich in den Zug und über Bremen ging‘s nach Hause nach Köln.

107 km – 211 hm

7 Kommentare

      1. Lieber Tom,
        auch ich habe zu danken für Eure lieben Kommentare. Und wenn Ihr es gerne gelesen habt, dann habe ich sie um so lieber geschrieben. Und beim Bierchen dann auch noch mal eine mündliche Analyse. LG U.

  1. Udo,
    Du kannst ja auch Reiseschriftsteller, über gemächliches Radreisen, über Land und Leute und Leckereien! Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, mich anregen lassen, mal wieder nach Ostfriesland zu reisen.
    Gut gefällt mir Dein Logo, Udo. Die Vokale als Räder, das D (bzw. Delta) als Rahmen, das f (in auf) als umgedrehten Rennlenker in der Tourenversion, das T (in Tour) als Sitzrohr mit Sattel und die übrigen Buchstaben des Websitetitels als stilisierte Reisebündel, wie von einem Zunftgesellen.

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