Heute rücke ich raus mit der ungeschminkten Wahrheit. Aber der Reihe nach.
Bei schönem Wetter habe Amrum verlassen und da ich Euch ja schon den Westerhever-Leuchtturm unterschlagen habe, hier noch ein ähnliches Prachtexemplar. Darf man eigentlich Leuchttürme noch schön finden oder ist das schon zu phallig?

Der Wetterbericht für heute war so durchwachsen, aber durchwachsen hat ja auch seine schönen Seiten – wenn man auf der richtigen steht.

Aber dann war ja wieder Festland angesagt. Und ich hatte es schon mal angedeutet, wollte es vielleicht selbst nicht wirklich wahrhaben, aber jetzt sage ich es deutlich. Die Nordseeküste Schleswig Holsteins ist im Großen und Ganzen und auch im Kleinen keine Reise wert. In Wahrheit sieht es hier so aus:
Und man kann ja mal einen Tag am Deich entlang Radfahren. Aber drei Tage bei Gegenwind durch Schafkacke? Ich bin da jetzt raus. Falls Euch mal jemand fragt, ob Ihr den Nordseeküstenradweg mitradeln wollt, sagt einfach ‚Nein!‘
In Dänemark wird das keinesfalls besser, im Gegenteil. Seit die Dänen entdeckt haben, dass man auf Sand sogar Auto fahren kann, wird als Radweg alles ausgewiesen, in der Regel eine Mischung aus Holprigkeit und dazwischen mangelnder Festigkeit.
Nach gefühlt Tausenden von Deichkilometern auf schlechtem Untergrund erreichte ich den nördlichsten Punkt meiner Reise, um über den Rømø-Damm auf selbige Insel zu gelangen. Der Rømø-Damm ist knapp 10 km lang und es ist dort sehr windig. Der Hotelrezeptionist war hier sehr beeindruckt, als er gesehen hat, dass mein Fahrrad ja gar keinen Motor hat. Ich habe für den Damm etwa 50 Minuten gebraucht und hatte am Ende Beine wie Pudding. Ich hätte es wissen können.

Rømø ist eine dänische Ferieninsel und auf Ferieninseln stellt sich aller Ödnis und Anstrengung vorher sofort ein Ferienfeeling ein, das war auf Amrum so und das war hier nicht anders. Los ist hier natürlich auch nichts, außer Urlaub. Hier noch ein paar Eindrücke.












Alter, Dänemark! Auf dem Radweg. Nordwärts! Wie du es vorhergesagt hast. Jetzt werden sie nicht mehr lachen.
Ja, echt hart! Tatsächlich bin ich auch noch nie auf die Idee gekommen, da oben Urlaub zu machen. Nicht mal für 9 Euro.
Aber das ist ja gerade das schöne an so einer Motto-Tour, dass man nachher erzählen kann, man musste ja da durch.
Ja Udo , dein Titel ist sehr treffend , ich denke in der Landschaft
muß man aufgewachsen sein um sich wohl zu fühlen .
Trotzdem ist es für mich interessant diesen Teil Deutschlands durch deinen Tourbericht etwas kennenzulernen.
es gibt doch auch einparken hübsche ansichten dievdu fotografiert hast … allerdings empfinde ich die Neuzeit Häuser aus Dänemark
als eine Verschandelung der Landschachaft .. da ist mir „NICHTS“
doch lieber
LG Renate
Ich hab mit meinen Eltern mal einen ganzen Urlaub auf Römö verbracht, kann mich aber nur noch an Tüten voller Seezungen und Granat (Krabben) erinnern, die wir stundenlang gepult haben