12.07. Durch die Uckermark

Wir verlassen Stettin bei leicht regnerischem Wetter. Der Stettiner kauft wohl gerne in Einkaufszentren ein – die ganze Stadt ist voll davon – und auch auf der Ausfallstraße nach Westen sehen wir mehrere davon, mit immer den gleichen Läden. MediaMarkt, Rossmann, H&M, Ikea, alles sehr international, aber langweilig.

Dann passieren wir die Grenze nach Deutschland und landen in der Uckermark. Aber statt Angela Merkel treffen wir – niemanden. Die Region ist äußerst dünn besiedelt. Seit 1995 ist hier die Einwohnerzahl um mehr als 25% zurück gegangen. Durch Ortschaften fährt man so gut wie gar nicht und die, die man passiert, geben ein trauriges Bild ab.

Der Hafenmeister wartet auf Gäste in der Marina in Gartz.
Zentrum des Lebens in Schwedt

Die Route ist ansonsten ausgesprochen gut ausgebaut, hügelig oder an der Oder entlang. Nur der Wind macht uns heute schwer zu schaffen. 86 km nach Südwesten heißt bei Südwestwind 86 km Gegenwind und das nicht zu knapp.

Die heutige Tour endet in Angermünde, einem Subzentrum in der Uckermark. Hier ist etwas Gastronomie zu finden und auch eine herausgeputzte Altstadt, daneben aber auch, typisch für fast alle Orte hier, viel Leerstand.

Rathaus Angermünde
Eine Ecke weiter – Dornröschenschlaf?

Fazit: Als Radfernweg ist es an der Oder gut zu fahren, aber touristisch lohnt es sich hier an der Niederoder nicht.

86 km – 410 hm

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