14.07. Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin

Die letzte Tour führt uns nach Berlin. Bis an den Stadtrand hügeln wir uns durch Wälder und vorbei an Seen. Da in Berlin in dieser Woche die Sommerferien angefangen haben, sind die Parkplätze schon voller Autos mit B-Kennzeichen.

Berlin erreichen wir an der Grenze zwischen Reinickendorf und Pankow. Hier beginnt auch der ehemalige Mauerstreifen und der heutige Mauerradweg.

Blick vom Nordrand Berlins auf den Fernsehturm
Mauerradweg

In Berlin legen wir noch kurz einen Halt ein an einem Denkmal zu Ehren der sowjetischen Soldaten. Das Ding ist sehr aufwändig und top gepflegt. Selbst wenn man den Ukrainekrieg außer Acht lässt, will es mir nicht so recht in die Zeit passen, Soldaten so ins Licht zu setzen und für den Friedensnobelpreis war die Sowjetarmee seinerzeit doch auch nicht vorgeschlagen.

Im Gegensatz dazu hätten wir eine kleine Auseinandersetzung im nebenan liegenden Park gewünscht, aber dort war in völliger Ignoranz des deutschen Liedguts nichts los.

Keine Keilerei in der Schönholzer Heide

Wir radeln dann noch ein bisschen über den Mauerradweg bis in die Innenstadt, wo wir unsere Tour beenden. Am Dienstag geht es noch von hier zum Hauptbahnhof und dann nach Hause.

Fazit 1: Wir sind in den letzten gut zwei Wochen etwa 950 km Rad gefahren, alles ohne Panne. Gutes Material macht halt Spaß. Wir hatten einen echten Regentag mit Regenkleidung und echtem Scheißwetter und ansonsten noch einen Tag mit ein paar Schauern, die wir durch unter-den-Baum-stellen schadlos überstanden haben. Rücken- und Gegenwindtage waren ausgeglichen, da darf man nicht schimpfen – tut man natürlich an den Gegenwindtagen dennoch, und das nicht zu knapp. Der Untergrund war fast immer gut, es gab ein paar Abschnitte über Kopfsteinpflaster oder über Betonplattenholperpisten. Insgesamt radeltechnisch eine solide 2+.

Fazit 2: Ein großer Teil unserer Route führte an der Ostsee entlang. Und wie war es da so? Die Strände sind schön und im Vergleich zur deutschen Nordsee reichlich vorhanden. Lübeck, Wismar, Stralsund, Greifswald, nein, Kiel nicht, sind nette Städtchen, wo man mal einen Tag verbringen kann. Aber, und jetzt kommt‘s – ein Meer ist das nicht. Da ist die Nordsee doch eine ganze Ecke wahrhaftiger. Und wer Sandstrand will, der kann ja auch nach Holland fahren (ist das noch pc – Holland?). Da ist es zwar deutlich teurer, die Auswahl an Fischbrötchen ist aber auch gut und von Frikandel kann man ja die Finger lassen.

Der östliche, nicht am Wasser liegende Teil MeckPomms und Brandenburgs ist doch sehr dünn besiedelt und landschaftlich so lala. Zum Radfahren reicht es, zum Verweilen nicht. Über Berlin soll hier nichts gesagt werden – das kann jeder selbst herausfinden

45 km – 180 hm

2 Kommentare

  1. Geschafft! Stramme Leistung, Glückwunsch! Gute Heimreise, und mit etwas Glück hat der Abiturient Euer Heim noch nicht in Schutt und Asche gelegt 😉
    Habt Ihr gestern auch noch was von der Tour gesehen? Wenn nicht, kann ich diese Szene empfehlen, in der das Begleitmotorrad souverän die Attacke von Pogacar abwehrt 😉
    https://youtu.be/6Tl5gOUkqUA?t=349

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