Heute verlassen wir die Ostsee, machen aber noch einen kleinen Abstecher an die polnische Grenze nach Swinoujscie, das mit Ahlbeck durch eine durchgehende Strandpromenade verbunden ist.

Im Gegensatz zu Rügen scheint das Radnetz auf Usedom besser ausgebaut zu sein. Wir fahren überwiegend sehr ruhig auf kleinen Wegen mit guter Oberfläche. Wer gerne an der Ostsee Urlaub machen möchte und gerne Rad fährt ist auf Usedom gut aufgehoben – aber mondän, lieber Jürgen, ist anders.

Usedom ist mit dem Festland mit einer Brücke verbunden, allerdings führt der Weg dorthin nur über eine radweglose Bundesstraße. Wir nehmen daher eine kleine Hafffähre, die das Haff in etwa 10 Minuten durchquert. Allerdings zu einem happigen Preis. Während normalerweise Fähren auf diesem Entfernungsniveau etwa 2 € je Person und Rad kosten, bezahlen wir hier mehr als das dreifache. Aber Bundesstraße und 30 km Umweg sind keine attraktive Alternative. An der Stelle, an der die Fähre quert, befand sich früher eine imposante Hebebrücke, deren Mittelteil noch hoch aus dem Wasser ragt.

Danach rollen wir noch etwa 30 km am Haff entlang durch viel Natur. Ein Paradies für Vogelzähler.


Touristisch ist hier deutlich weniger los und dann auch eher für regionale Anwohner. Ueckermünde ist Kreisstadt und bietet etwas Infrastruktur – im Gegensatz zu dem Ortsteil Bellin, wo unser Quartier liegt. Die Gastronomie besteht in Bellin aus einem Kiosk an einem kleinen Badestrand. Ein Telefonnetz gibt es nur, wenn wir das Haus verlassen und zu allem Überfluss funktioniert das Internet im Hotel auch nicht. Die Älteren von Euch werden sich noch an ein Unterhaltungsmedium namens Fernseher erinnern. Der geht.

Morgen fahren wir nach Stettin, wo wir drei Tage bleiben. Den Blogbeitrag gibt es dann, wenn wir Stettin etwas kennengelernt haben .
