Wenn es im Urlaub regnet, ist das scheiße. Da kann man auch nicht noch mal was sagen. Beim Fahrrad fahren erlebt man den Regen noch etwas direkter. Ich fahre schon morgens im Regen los und werde die Regenkleidung die ganze Tour nicht mehr ausziehen. Wobei die Tour heute auch nicht so lange dauern soll. Für ab Mittag gibt es eine Sturmwarnung und da hier überwiegend Wald ist, kürze ich etwas.
Ich drehe noch eine kleine Runde durch St. Vith, um ein geeignetes Fotomotiv zu finden, werde aber erst bei Verlassen des Städtchens fündig.

Einmal kommt zwischendurch ganz kurz, nur für einen Blinzler, die Sonne durch, ihr erkennt es am Schatten der beiden Bäumchen links im Bild, aber von Ferne droht schon wieder Ungemach.

Etappenzwischenziel ist der Weiße Stein, der als Grenzberg mit 693 Metern der höchste linksrheinische Punkt NRWs und zweithöchster Berg Belgiens ist. Bis dahin muss ich einige Höhenmeter kraxeln und zwar nach dem Prinzip 20 hoch, 10 wieder runter. Oben angekommen ist es schon ganz schön windig, aber wegen der Aussicht auf Aussicht steige ich noch den Gipfelturm hoch.

Oben ist es mir mulmig, das Ding schaukelt tatsächlich etwas im Sturm und die Gitterkonstruktion pfeift. Und die Aussicht? Na ja.

Von dort geht es dann nur durch den Wald Richtung Monschau. Zwischendurch werde ich noch vor Scharfschützen gewarnt, aber laut Aushang ist heute Schießpause.

Die Tour endet in Monschau, einem eigentlich sehr schönen Städtchen, aber das Tal der Rur ist, schon wie bei Christo, verhangen.

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Da kann man nicht nochmal was sagen!!